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Impfen - Pro und nur wenig Kontra

Die Diskussion Impfen pro oder kontra sollte ähnlich überflüssig sein wie die Diskussion: Erde - Kugel oder Scheibe?
Ist es aber offensichtlich nicht. Und Impfen ist keine rein individuelle Angelegenheit, Impfen oder nicht-Impfen geht uns bei einigen Krankheiten alle an.

Inhalt:

  1. Vorwort
  2. Österreichische Gesundheitseinrichtungen zum Thema Impfen
  3. Weitere DACH-Gesundheitseinrichtungen zum Thema Impfen
  4. Vorträge auf der BOKU 2015
  5. Videos zur Szene
  6. Presse im Wandel der Zeit
  7. Die Impfgegner-Szene in Österreich


Vorwort

Impfen berührt viele unserer Lebensbereiche und viele unterschiedliche Personengruppen.
Junge Eltern bekommen einen umfangreichen Impfplan vorgelegt und wollen für ihre Kinder hoffentlich nur das Allerbeste.
Im fortgeschrittenen Alter sind es vor allem Impfungen gegen Pneumokokken, FSME und Grippe, die uns selbst gegen diese oft vermeidbaren Erkrankungen schützen sollen.
Aber wir schützen durch eine Impfung gegen eine ansteckende Krankheit im Fall des Falles aber nicht nur unsere Kinder oder uns selbst, wir schützen auch uns komplett fremde Mitmenschen, die wir zufällig irgendwo begegnen und die wir nicht anstecken, weil wir selber nicht Krankheitsträger sind - eben Herdenschutz.

Aber warum ist Impfen oder nicht Impfen überhaupt eine Frage?
Bei geringem Erkrankungsrisiko ist es eine durchaus herausfordernde Rechenaufgabe, das "persönliche Risiko" (seines Kindes) zu minimieren. Eine Pockenimpfung ist mittlerweile sinnlos, weil die Ansteckungsgefahr nicht mehr vorhanden ist. Andererseits ist eine Impfung auch immer eine Erkrankung im Kleinformat und führt damit hoffentlich auch zu körperlichen Erscheinungen (sonst würde die Impfung nicht funktionieren). Ob man diese Begleiterscheinungen impfbefürwortend unerwähnt lässt oder jede kleine Rötung an der Einstichstelle als Impfschaden bezeichnet, darüber sollten wir reden. Und auch über Korrelation und Kausalität - ein sehr schwieriger Themenbereich bei seltenen Ereignissen.

Letztendlich ist das Impfen gegen von Mensch zu Mensch übertragbare Infektionskrankheiten aber nicht etwas, das nur uns selber angeht. Durch den Herdenschutz ist Impfen vielmehr auch ein Indikator für das Maß an Solidarität, die wir bereit sind aufzubringen, indem wir persönliche Risken gegen den Nutzen für die Gemeinschaft abwägen.
Dieses Abwägen wird aber von einigen Einzelpersonen nicht als rationaler Entscheidungsfindungsprozess, sondern als dogmatische, meist absurd-irrationale Missionierung gegen die Weltverschwörung betrieben - aus welchem Grund auch immer. Sie tun das zu meinem und zum Schaden vieler meiner Freunde, weil wir alle vom Herdenschutz profitieren - um dagegen aufzutreten sitz ich jetzt und schreib über Impfen.

Kurzfassung:
Wer eine Kurzfassung auch meiner Meinung hören will, der wird bei Harald Leschs Die Impf-Lüge?! und Rayk Anders's Impfen ist BETRUG!!!! gut bedient.
Für gut recherchierte Hintergründe geht es hier zu Kritik an der Impfkritik.
Und auch 10 populärsten Gründe, warum sie ihr Kind nicht impfen lassen sollten, sind schnell widerlegt.

Österreichische Gesundheitseinrichtungen zum Thema Impfen

Von mir komplett unbemerkt gibt es seit 2013 einen eigenen Nationalen Aktionsplan zur Elimination von Masern und Röteln. Offenbar nicht nur von mir unbemerkt, weil ich hab nur eine einzige Zeitungsnotiz dazu gefunden - mehr war wohl 2013 dazu nicht zu schreiben.
Überhaupt scheint Impfen ein Thema zu sein, über das keiner auf einer öffentlich-politischen Bühne reden will. Insofern ist es nicht verwunderlich, einfach eine Empfehlung der Bioethikkommission einzuholen - und diese dann in guter österreichischer Manier abliegen zu lassen.

Selbst der Masernausbruch in Berlin im Februar 2015 hat nur wenig Bewegung in die offizielle Diskussion gebracht. Für mich neu ist mittlerweile die erste, von mir wahrgenommene Selbsthilfegruppe zur abfälligen Impfinformation in Linz.

Die Eindeutigkeit der Stellungnahme unserer Bioethikkommission, die seit 2014 mit dieser Frage befasst war, ist vielleicht eine direkte Reaktion auf den Masernausbruch in Berlin im Februar 2015.


Impferfordernisse für das Gesundheitspersonal
Fachmedizinisches vom Institut für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin der MedUni Wien:
Impfen und Impfplan (aktuell):
Impftage:

Weitere DACH-Gesundheitseinrichtungen zum Thema Impfen

Relativ spät gibt es im November 2015 - wahrscheinlich ebenfalls als Reaktion auf Berlin - den deutschen Nationalen Aktionsplan zur Elimination der Masern und Röteln. Spät, weil es schon länger einen NIP gibt, der aber offenbar noch zu vage formuliert ist.

Ein Blick zu unseren Nachbarn lohnt in Gesundheitsfragen meist und nicht nur, weil die Fallzahlen bei unseren Lieblingsnachbarn die rund Zehnfachen sind.





Vorträge auf der BOKU 2015

Am 27. Oktober 2015 fand auf der BOKU in Wien ein Vortragsabend zum Thema "Impfen: Schutz oder Schaden?" statt. Die empfehlenswerten Vorträge mit Österreichbezug können hier nachgesehen werden.





Videos zur Szene

Speziell die Zeit nach den Berlin-Masern im Februar 2015 hat natürlich eine Menge Wortspenden hervorgebracht. Für mich erstaunlich treffend ist dabei die phoenix-Runde, welche unaufgeregt viele Facetten des Impfunglaubens anspricht.

Presse im Wandel der Zeit


Die Impfgegner-Szene in Österreich

Es tut sich einiges bei den Impfberatern rund um die Familie Loibner. Fast jeden Monat stehen ein oder zwei Veranstaltungstermine am Kalender. Mal in einem Gasthaus, mal im Freizeitzentrum neben dem Schulgelände, mal im EkiZ der bei Kinderfreunden, mal im Bildungshaus St. Hippolyt der Diözese St. Pölten.

Um diese Veranstaltungen nicht auch noch extra zu bewerben, hab ich den Text über die dunkle Seite der Impfempfehlung auf eine eigene Seite verbannt: Impfen ist böse.

Letzte Änderungen: 2018-01-01 (Vorträge auf der BOKU 2015 verlinkt)